Eisenmangel - Risikogruppen



Es gibt verschiedene Risikogruppen in Bezug auf Eisenmangel. Wir werden im Folgenden auf die jeweiligen Gruppen eingehen und erläutern, weshalb sie zu einer Risikogruppe zählen und wie es dazu kommt.

Anfangs sei gesagt: Die Risikogruppen, die am betroffensten in Bezug auf Eisenmangel sind, sind folgende:

-Frauen bzw.  Schwangere
-Leistungssportler
-Kinder/Jugendliche
-Vegetarier
-Chronisch Kranke

 

1.) Frauen bzw. Schwangere

Bei Frauen besteht ein äußerst hohes Risiko, an Eisenmangel zu erkranken. Eine Frau kann während ihrer Menstruation bis zu 50 ml. Blut verlieren, was wiederum einem Eisenverlust von ca.  25 mg. entspricht. Falls also dieser hohe Eisenverlust nicht durch Eisen, welches täglich durch Nahrung aufgenommen wird, kompensiert wird, entsteht ein Eisenmangel.  Auf Grund dessen, ist es notwendig, dass eine Frau den Bedarf an Eisen um bis zu 50% mehr als Männer, sprich 15mg. am Tag, abdeckt. Ein noch höheres Risiko an Eisenmangel zu erkranken, besteht bei schwangeren Frauen, da bei ihnen der Eisenbedarf nochmals ansteigt. Während der Schwangerschaft tritt häufig eine Eisenmangelanämie auf. Eine Eisenmangelanämie kann Folgen für die Gesundheit der Frau und das Kind mit sich tragen. Beispielsweise Wachstumsstörungen beim Kind und/oder mütterliche Infektionen. Um also während der Schwangerschaft auf richtige Weise gegen den Eisenmangel anzukämpfen, empfiehlt es sich, am Tag bis zu 30mg. Eisen zu konsumieren. Jedoch sollten während der Stillperiode ca 20 mg. Eisen genügen, damit kein Eisenmangel eintritt.

2.) Leistungssportler

Auch Leistungssportler können unter Eisenmangel leiden, wenn ihr Eisenbedarf  unzureichend abgedcket wird. Eisenmangel kann daher aus folgendem Grund entstehen: Sportler benötigen einen höheren Bedarf an Sauerstoff. Das heißt, dass, wenn die Bindung von Sauerstoff an das Molekül Hämoglobin erfolgreich gewährleistet sein soll (mehr dazu unter dem Kapitel "Funktion von Eisen"), es notwendig ist, ausreichend Eisen zu konsumieren. Hierbei gilt in etwa: Sportler benötigen ca. doppelt soviel Eisen am Tag wie Nicht-Sportler, da eine verstärkte Bildung des Moleküls Hämoglobin und Blut eintritt. Demnach sollte eine Frau, die Leistungssport betreibt, ca. 30mg. Eisen und ein Mann ca 20 mg. Eisen zu sich nehmen. Da Leistungssportler auch eher auf eine kohlenhydratreiche Ernährung achten, kann der Eisenmangel hier schnell zum Vorschein treten, da eben solche Produkte prinzipiell wenig Eisen beinhalten. Um in diesem Fall dem Eisenmangel gekonnt entgegenzuwirken, sollte der Sportler auf eine ausgewogene Ernährung achten, die reichhaltig Eisen enthält. Ein weiterer Punkt, der zu Eisenverlust bei Sportlern führt, ist die vermehrte Schweißbildung. Denn hierbei kann man ca. 1,2 mg. Eisen pro Liter Schweiß verlieren. Wenn nun also ein Leistungssportler unter Eisenmangel leidet, kann dies folgende gesundheitliche Schäden für seinen Körper haben: Leistungsabfall, Müdigkeit oder Erschöpfung. Dies geschieht, da nicht genung Eisen, welches äußerst wichtig für verschiedene Energielieferanten ist, vorhanden ist und keine zureichende Versorgung der Muskeln mit Sauerstoff eingerichtet ist.

3.) Kinder/Jugendliche

Auch Kinder und Jugendliche brauchen eine zureichende Eisenversorgung. Um hierbei gegen den Eisenmangel entgegenzuwirken, sollte man stets darauf achten, dass der Tagesbedarf an Eisen abgedeckt wird. Ist dies nicht der Fall, kann es zu Wachstumsstörungen kommen und damit könnte eine normal körperliche Entwicklung gefährdet werden. Immerhin leiden durschnittlich 14,4% der Kleinkinder zwischen 1-2 Jahre unter Eisenmangel.

4.)Vegetarier

Zu den wichtigsten Eisenquellen zählen bei Nicht-Vegetariern beispielsweise Wurst, leber und Fleisch. Daher müssen Vegetarier auf andere Eisenquellen zugreifen. Eine optimale Lösung, die den Eisenmangel auch vorbeugen kann, sind z.B. pflanzliche Nahrungsmittel, vor allem Gewürze wie Petersilie, Koriander, schwarzer Pfeffer und Zimt. Da jedoch bekanntlich manche tierische Produkte wie Eier oder Milch die Eisenaufnahme hemmen, erschwert dies zusätzlich den Bedarf an Eisen zureichend abzudecken. In diesem Fall haben es Veganer etwas einfacher, da sie, neben den Produkten wie Fleisch, auch keine Eier oder Milch konsumieren, die die Aufnahme von Eisen hemmen.

5.) Chronisch Kranke

Chronische Erkrankungen des Magen - Darmtraktes können zu Eisenmangel führen. Beispielsweise können auch Aufnahmestörungen im Darm oder Magendarmoperationen zu Eisenmangel führen. Hierbei ist demnach darauf zu achten, dass evtl. zusätzlich Eisen konsumiert werden muss. Falls Sie also chronische Erkrankungen, die Eisenmangel verursachen, haben, ist es von absoluter Priorität umgehend einen Arzt zu kontaktieren, um mit diesem um eine (evtl. medikamentöse) Behandlung zu sprechen.



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